ich schreibe für frauen. ich möchte möglichst viele von euch mit meinen postings begeistern, euch zeigen was mir gefällt, was mir schmeckt, was mir gut tut und was vielleicht auch euch gefallen und gut tun könnte. ich freue mich über unseren austausch und bin immer wieder positiv überrascht, wie viele tolle und interessante frauen man durch das bloggen kennenlernt. und das der support untereinander wirklich großartig ist. um nichts anderes geht es mir am heutigen weltfrauentag: daran zu erinnern, wie essentiell gegenseitige unterstützung ist und wie gut es sich anfühlt sich gegenseitig den rücken zu stärken.


denn fakt ist: obwohl frauen in den letzten jahrzehnten dank vieler mutiger und engagierter damen wahnsinnig viel erreicht haben, sind "gleichberechtigung" oder "chancengleichheit" vielerorts nicht mehr als hohle phrasen. schaut man genauer hin ist es aber auch bei uns in mitteleuropa zeitgeschichtlich nicht lange her, dass frauen noch als "dumm" galten und keinerlei rechte oder privilegien hatten. auf lange sicht gesehen halte ich es für äußerst problematisch sich auf den großartigen errungenschaften einer clara zetkin oder emmeline pankhurst auszuruhen. vor allem wenn frauen (wenn auch auf subtilere weise) nachwievor in vielen lebensbereichen ungerechtigkeiten erfahren. wir brauchen immer noch engagierte und entschlossene vorbilder die uns zeigen, dass wir uns in keiner weise einschränken lassen sollten und das wichtigste die absolute wahlfreiheit in der gestaltung des eigenen lebens sein sollte. für diese wahlfreitheit lohnt es sich einzustehen und zu kämpfen. mir war meine finanzielle unabhängikeit immer das wichtigste. ich wollte nie von irgendjemand abhängig sein oder mich für irgendetwas rechtfertigen müssen. in der karenz war das schwierig und natürlich musste ich bald wieder arbeiten, um finanziell unabhängig zu bleiben. ich habe jedoch auch eingesehen und eingefordert, dass für bestimmte dinge der partner aufkommen muss, der ja auch vollzeit arbeiten geht. mein wunsch ist demnach auch meiner tochter das weiterzugeben was bereits meine mama mir vorgelebt hat: selbständig und unabhängig zu sein. wir frauen müssen doppelt so hart arbeiten, um das gleiche wie männer erreichen zu können. auf uns lastet immer noch die bürde, arbeit und familie unter einen hut zu bekommen. 



obwohl ich viel engagement von meinem partner einfordere, bin doch ich es, die sich für alles verantwortlich und zuständig fühlt. und als draufgabe das schlechte gewissen hat, weil ich weder im job noch bei meiner tochter 100% geben kann. was ich mit meinen worten eigentlich ausdrücken möchte: frauen sind in der gesellschaft immer noch etlichen widerständen ausgesetzt und benachteiligt. deshalb lautet mein plädoyer an diesem weltfrauentag: lasst uns zusammenhalten. uns gegenseitig mut machen, statt uns kleinzumachen. wir neigen dazu, unsere geschlechtsgenossinen recht kritisch zu betrachten und oft extrem strenge urteile zu fällen. im unterschied zu den positiven erfahrungen, die ich, wie eingangs beschrieben, in der bloggerszene machte, habe ich als mama die umgekehrte erfahrung gemacht, dass sich gerade mütter von kleinkindern gegenseitig oft regelrecht zerfleischen. dabei kann es uns doch egal sein, ob eine mama lieber bei ihrem kind zuhause bleibt oder vollzeit arbeiten geht solange SIE mit der entscheidung glücklich ist. hören wir auf uns gegenseitig schlecht zu machen und versuchen wir stattdessen mehr mitgefühl und verständnis füreinander aufzubringen. falls andere blogger-mamas das lesen, fühlt euch frei mit mir kontakt aufzunehmen! vielleicht können wir uns über unsere erfahrungen in und nach der karenz austauschen und uns gegenseitig unterstützen - ich würde mich freuen!



ihr lieben; mamas, abenteurerinnen, singles, powerfrauen, was und wo auch immer ihr seid: kämpft für eure träume, lasst euch nicht aufhalten und genießt euer frausein!

Kommentare

  1. Das hast du wirklich schön geschrieben. Weltfrauentag, der Tag der Frauen. Und heute in der Stadt musste ich erleben, wie die liebe SPD dies für sich ausnutzt. Sie standen mit 100 Rosen, oder mehr, in der Stadt und verteilten Flyer an jede Frau, die vorbei kam. Traurige Welt.
    Zudem gefällt mir dein Blog wirklich sehr gut. Schöner Stil. Ich habe mit dem Bloggen gerade erst wieder angefangen, aber du hast definitiv eine neue Leserin dazu gewonnen! (:

    Ganz liebe Grüße
    Natalie von www.meintagebuchundich.de

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    1. Liebe Natalie,
      das freut mich wirklich sehr!

      Einen lieben Gruß aus Wien <3

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  2. Liebe Petra,
    Ein sehr netter & gelungener Artikel. Ja ... wir kennen das alle: der Leistungsdruck unter den Müttern. Ich sage dir: lass dich nicht unterkriegen. Soweit ich dich kenne, bist du eine tolle Frau & vor allem MAMA. Du weißt schon: nicht Quantität, sonder Qualität ist das, was unsere Kids brauchen! 30 Minuten Qualitätszeit sind mehr als 24 Stunden Mama-Dauer-Online-Bei-Den-Kids!
    Wünsche dir noch einen wunderschönen Rest-Frauen-Tag und dickes Bussi,
    Verena

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    1. Danke dir für deinen lieben Worte Verena - habe mich sehr darüber gefreut <3 liebste Grüße und hoffentlich bis bald <3

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  3. Liebe Petra,
    sehr schön geschrieben! Genau wie deine anderen Posts. Ich denke wir Frauen können alle auf uns stolz sein. Manchmal ist gar nicht das Problem, dass wir in einer von Männern dominierten Welt leben, sondern das wir Frauen uns gegenseitig fertig machen. Wie oft erlebe ich, das Hausfrauen gegen berufstätige Mütter hetzen und umgekehrt.
    Eigentlich schade. Wir müssten doch zusammenhalten!
    Liebe Grüße
    Daniela

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    1. Genau darum geht es Daniela :) Danke für deine lieben Worte <3

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  4. Das hast du schön gesagt! Mit Zusammenhalt und Unterstützung geht vieles leichter :)

    Liebe Grüße zu dir <3

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    1. Danke für deinen lieben Kommentar! Einen ganz lieben Gruß zurück <3

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